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Stippvisite bei der Ölmühle Moog in Südfrankreich

Stippvisite bei der Ölmühle Moog in Südfrankreich

Als Franz Josef Moog vor 25 Jahren kurz vor dem Untergehen der französischen Frühlingssonne hinter scheinbar endlosen Sonnenblumenfeldern die Stadtmauern von Carcassonne erblickte, da wusste er, dass er diesen Landstrich nicht wieder verlassen würde. Der nussige Geruch der in voller Blüte stehenden gelben Ölblumen, die milde Luft und der Traum vom Start in ein gesünderes Leben, das alles zusammen bildete den Grundstein der ersten reinen Bio-Ölmühle in Europa.

Wir hatten im Juli die Gelegenheit, das Lebenswerk des heute 72-Jährigen zu besichtigen. In jeder Ecke dieses hoch professionell geführten Betriebes spürt man die Begeisterung und Leidenschaft des Firmengründers. Heute führt seine Tochter Judith die Geschäfte in seinem Sinne weiter, Franz Josef Moog lässt der nachfolgenden Generation freie Hand, aber seine Philosophie von der Produktion
des „guten Öles“ lebt kompromisslos weiter.

Zusammen mit Jérôme Stremler werden in Bram bei Carcassonne, in der sogenannten „kleinen Toskana“, heute nicht nur Sonnenblumenkerne zu hochwertigem Öl verarbeitet, sondern es werden auch Avocado-, Sesam-, Soja- und Walnuss- bis zu Kokosöl produziert. Unter absolut sterilen Bedingungen pressen die Bio-Ölpioniere aus edlen Rohstoffen aus aller Welt mehr als 30 Öle, die in Feinschmeckerkreisen als Geheimtipp gelten und die aus vielen Sterneküchen nicht mehr wegzudenken sind.

Nachdem uns Jérôme durch die beeindruckenden Produktionsräume geführt hatte, fanden wir uns im Herzen der wunderschönen Ölmühle ein, um das komplette Sortiment der Moog-Mühle zu verkosten. Es gab keinen unter uns Besuchern, dem sich nicht ein völlig neuer Geschmackshorizont eröffnete. Öl kann nach Gras, Schokolade und nach rauchigem Schinken schmecken. Frisch gepresstes Olivenöl, an unreife Früchte erinnernd – uns hat sich eine Welt aufgetan, unsere Leidenschaft für Öl ist hier geweckt worden.

Später am Abend wurden wir zu einem gemeinsamen Buffet mit den Mitarbeitern der Moog-Mühle eingeladen. Bei Spezialitäten aus der Region erfuhren wir, dass alle kleinen Flaschen im Betrieb ausschließlich von Damenhänden abgefüllt werden. Ein Relikt aus der Zeit des Firmengründers, der diese Arbeit nur den „feinfühligen“ und zarten Frauenhänden zutraute. So war es und so soll es bleiben. Jedes Etikett ziert das Namenskürzel der Abfüllerin bzw. des Abfüllers bei größeren Flaschen. Transparenz wird großgeschrieben bei Moog, und der Stolz in den Augen der Mitarbeiter ließ keinen Zweifel an der Einzigartigkeit dieser Ölmühle.

Als am späten Abend die Sonne über der „kleinen Toskana“ unterging und nur noch die voll blühenden Sonnenblumen von den Feldern leuchteten, hatten wir neue Freunde gefunden und mochten uns selber nicht vorstellen, dass wir diesen Ort wieder verlassen müssten.

Tauchen Sie ein in die fantastische Welt der Öle und kommen Sie vorbei.